Der Arbeitskreis 68 präsentiert:

fluid - Ausstellung von Christina von Bitter

in der Galerie im Ganserhaus


Am Samstag, den 16. Januar eröffnet die Ausstellung „fluid“ von Christina von Bitter in der Galerie im Ganserhaus. Die in München und Aschau lebende Künstlerin arbeitet vorwiegend mit leichten Materialien und bevorzugt unter anderem Papier. Daraus baut die Bildhauerin kleine bis überdimensional große Objekte oder verfremdete Alltagsgegenstände. Neuerdings sind Aluminium und Stoff, ebenfalls leichte Materialien, hinzugekommen. Parallel dazu entstehen Zeichnungen und Druckgrafik. Christina von Bitter schafft durch ihre reichhaltige Formensprache eine heitere und gleichzeitig sensible Atmosphäre.

 

Alles fließt, niemand steigt zweimal in denselben Fluss. Heraklits philosophische Erkenntnis steht für Christina von Bitter als Metapher für den Prozess des Lebens.  „Wie der Fluss des Lebens ist auch meine künstlerische Arbeit ein Prozess, ein Vorgang, in dem Gestalt, Form, Masse und Leere, Gewichtung und Ausdehnung einer stetigen Veränderung unterworfen sind.“  Mit einem Augenzwinkern macht die Künstlerin eine Anspielung auf Wasserburg als Ort ihrer Installation „fluid“, mit der sie das philosophische Thema aufgreift und die der Ausstellung den Titel „fluid“ gegeben hat: Weißer Tüll fließt wie Wasser von der Decke. Wir können durch die entstandenen Zwischenräume hindurchgehen und werden, je nachdem wie wir es empfinden, von den Stoffbahnen zart und sanft, vielleicht auch schmeichelnd berührt.

 

Im Kellerraum hat Christina von Bitter eine Installation eingerichtet, die das Thema „fluid“ ganz anders, nämlich mit der Luft als flüssigem Medium, angeht. Mehrere weiße Fallschirme aus Papier schweben wie fließend im Raum. Damit findet die Künstlerin Anschluss an Objekte ihres bisherigen Schaffens. Viele ihrer Arbeiten scheinen der Schwerkraft enthoben zu sein, halten sich über dem Grund und erinnern an ein Gefühl wie beim Schwimmen, wenn wir vom Wasser oder einem anderen „Fluidum“ getragen werden.

 

Eine Ausstellung, die uns auf überraschende Ideen bringt!

 

Es spricht zur Eröffnung am Samstag, 16. Januar 2010 um 18 Uhr
Klaus Jörg Schönmetzler, Kulturreferent des Landkreises Rosenheim.

 

Ausstellungsdauer: 17. Januar bis 7. Februar 2010
geöffnet jeden Donnerstag bis Sonntag von 13 bis 18 Uhr

 

Wolfgang Janeczka                              
für den Arbeitskreis 68